Montag, 24. September 2007

Integration-Weekend (WEI) in Port Leucate - "Beschränkt lustig", aber interessant

Am letzten Donnerstag wars soweit: das WEI stand uns bevor... Wohin es gehen sollte, wussten wir bei der Abfahrt noch nicht. Die ERASMUS-Studenten wurden jeweils zu fünft einem der 16 Busse zugeteilt und ich war im Bus der Associations Dolce Vita, Network und Forum. Sobald wir auf der Autobahn Richtung Süden waren, gings dann auch schon los: jede der beiden Reihen im Bus bekam eine 1,5l-Flasche mit irgendeiner hochprozentigen Mischung und welche Reihe die Flasche zuerst leer hatte, hatte logischerweise gewonnen. Das Spielchen wurde dann noch ein paar Mal wiederholt und so waren die meisten bei der ersten Raststätte dann auch scho gut beinander. In meinem Bus waren auch noch nen paar Franzosen, die an jeder ihrer Gürtelschnallen einen Flachmann befestigt hatten. Sehr chic...
An der zweiten Raststätte war dann der erste so betrunken, dass er nur noch auf dem Boden lag und seinen Mageninhalt dem Boden / einer Tüte anvertraut hat. Nach 6 Stunden Fahrt (im Jahr davor waren es wohl 12 Stunden und bei der Ankunft wurden die ersten gleich von der Ambulanz abtransportiert) waren wir endlich in Port Leucate und haben die Bungalows bezogen... Nach einem recht spartanischen Abendessen stieg dann die erste der drei soirées (Dresscode: schwarz-weiß). Viel Alkohol haben die meisten zwar nicht mehr gebraucht, aber getrunken haben sie ihn trotzdem (es war ja schließlich alles umsonst). Die Party war echt ganz gut, nur die Musik war nicht ganz so meins. Wenn man gerade mal nicht tanzen wollte, konnte man auch raus an den Strand, wo die Securities dafür gesorgt hat, dass kein Betrunkener auf die Schnapsidee kam, noch ein kleines Bad zu nehmen.
In einer unserer zahlreichen Tanzpausen saßen Tonia und ich dann draußen und prompt kam der erste Franzose und hat uns angesprochen. Als wir zu ihm gesagt haben, er solle doch bitte nen bisschen langsamer sprechen, hat er gleich auf englisch umgestellt und ich habe vorher noch nie einen Franzosen so gut englisch sprechen hören...
Am Freitag gab es dann erst mal Brunch und anschließend konnte man an allen möglichen Sommervergnügungen von Sumoringen bis hin zu Schlammcatchen teilnehmen. Es war nur ein bisschen zu kalt für sowas.
Um halb 6 durfte dann der erste Alkohol des Tages offiziell ausgeschenkt werden und zwar beim Pot mousse. Wie der Name schon sagt, war das eine Schaumparty... Leider waren meine Flipflops in Deutschland und so habe ich diesem Vergnügen nur zugeschaut und mich an meinem Sekt festgehalten.
Während des Abendessens haben die Mitglieder des Bureau des Élèves, die das WEI organisiert haben, den Schaum bewundernswert schnell entfernt und die Leinwand für das JT, so eine Art Reportage über das bisherige WEI aufgebaut. Im JT waren hauptsächlich Szenen aus den Bussen zu sehen und es scheint hier Volkssport bei den Jungs zu sein, den Hintern her zu zeigen...
Die soirée des Abends stand unter dem Motto vert fluo und deshalb sollten auch alle Klamotten wenn möglich grün sein. An dem Abend hat ein Norweger seinen ersten (von zwei) Totalabstürzen an dem Wochenende und ist nackt durch etliche Bungalows geschwankt (meiner war zum Glück net dabei) und wurde dabei ausgiebig gefilmt. Am nächsten Tag ist er dann zu den Leuten, die die JTs zusammengeschnitten haben und hat gebettelt, dass sie ihn da nicht zeigen, weil ihm sein Verhalten wohl sehr peinlich war. :) Außerdem hat er sich bei jedem für eventuelle Unannehmlichkeiten entschuldigt - egal ob er die Person kannte oder nicht...
Am Samstag konnten die Wagemutigen dann von einem Kran aus Bungeejumpen. Nach dem Apéro und dem Abendessen war vor der eigentlichen Party wieder JT und Party von Altigliss (die organisieren die Skiausflüge...). Auf der Party sind wir eigentlich hauptsächlich vor einem Engländer geflohen, der es immer total super fand, wenn er herausgefunden hat, dass jemand aus Deutschland war. Er konnte ja schließlich Deutsch - dummerweise eben nur aus Kriegsfilmen und sein Vokabular ging nicht über "Hände hoch" hinaus. Er fand sich toll. Die anderen Engländer waren noch krasser drauf als die härtesten der Franzosen. Die haben 3 Stunden pro Tag geschlafen und den Rest des Tages waren sie betrunken und ungeheuer charmant (dachten sie zumindest).
Und gestern gings dann nach ganzen 2 Stunden Schlaf wieder zurück nach Grenoble...



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